Sinnvolle Reduzierung: Logos für Print und Online

Sinnvolle Reduzierung: Logos für Print und Online

| von Don Ailinger

Eine Bildmarke, Signet und Logo schafft einen Bezug zum Unternehmen und seinen Produkten. Ein Logo soll eine repräsentative Wirkung haben und nicht nur schön aussehen. Ein erfolgreiches Logo vermittelt die Botschaft auf kleinstem Raum, ist Blickfang und hebt sich deutlich von der Umgebung ab. Und vor allem muss es merkfähig sein.
 
Einer der wesentlichen Faktoren sind die Emotionen, die ein Logo transportieren. Diese können gezielt über die Formgebung und Ästhetik gesteuert werden. Hierfür hat der Designer eine Palette an Gestaltungsmöglichkeiten:
  • Soll das Logo zum Beispiel aus geschwungene Linien bestehen?
  • Welche Schriftart kommt zum Einsatz?
  • Benötigt es eine Signalfarbe?
  • Wird das Logo plastisch oder flach?
Während dieser Entscheidungsphase wird sich der Designer immer wieder mit der Fragestellung, in welchen Anwendungen das Logo eingesetzt wird, auseinander setzen.
 

Jedes Medium hat eigene Anforderungen

Ob Print oder Online, jedes Medium hat eigene Anforderungen an das Logo.
Im Bereich der Printmedien sind folgende Fragestellungen unumgänglich:
  • Ist das gewählte Farbsystem auf einem Fax in schwarz-weiß funktional?
  • Benötigt man eine Sonderfarbe für den Druck?
  • Hält das Logo einer starken Verkleinerung bzw. Vergrößerung Stand und kann somit vom Kugelschreiber bis hin zur LKW-Plane eingesetzt werden?
Im Online-Bereich verhält es sich ähnlich:
  • Funktioniert die Darstellung einer Kombination aus Wort- und Bildmarke im Webbrowser?
  • Wie verhält sich die Darstellung auf kleinen Endgeräten wie Smartphones?
  • Ist das Logo für die Dartstellung auf hochauflösenden Displays geeignet?
  • Wie sieht es mit Icons aus? Lässt sich hierfür ein Teil oder sogar das ganze Logo verwenden?
Auf diese Fragestellungen hin wird immer deutlicher, was ein Logo denn nun wirklich für ästhetische Eigenschaften braucht, um erfolgreich zu sein.
 

Google macht's vor

Derzeit wird beispielsweise über den aktuellen Relaunch des Logos von Google Inc. diskutiert. In frühen Jahren nutzte das Unternehmen harte Schlagschatten und abgeschrägte Kanten. Heute ist das Logo auf ein Minimum an gestalterischen Spielereien reduziert. Ob dies nun eine Geburt des aktuellen Webdesign-Trends „Flat Design“, also je flacher desto besser im Gegensatz zu skeumorphischem Design (Nachahmung eines vertrauten Gegenstands mit Materialien und Formen) ist, sei dahingestellt.
 
Was von diesem Relaunch auf alle Fälle gelernt werden kann, ist die oftmals sinnvolle Reduzierung eines Logos auf das Wesentliche, um den erfolgreichen Einsatz in möglichst vielen Anwendungen wie Online, Print und auf der Großfläche zu vereinfachen.
von Don Ailinger
von Don Ailinger, Art Direction
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